Attila-József-Gedenkhaus
Balatonszárszó
Die neue Attila-József-Ausstellung ist in der ehemaligen Horváth-Pension in der Balatonszárszó-Villenreihe untergebracht, die 2012 mit EU-Mitteln renoviert wurde. In diesem Haus verbrachte der Dichter, der sich gerade von einer schweren Krankheit erholte, seine letzten Tage. Am Abend des 3. Dezember 1937 brach er von hier aus zu dem Spaziergang auf, von dem er nicht mehr zurückkehrte. Um 19.35 Uhr wurde er von einem Güterzug überfahren, der vom Bahnhof Balatonszárszó abfuhr. Die Ausstellung erinnert an den letzten Lebensabschnitt des Dichters und würdigt rückblickend sein gesamtes Lebenswerk mit Hilfe des Petőfi-Literaturmuseums und Dokumenten, Fotos und Gegenständen aus Privatbesitz.
Das Material, rhythmisch angeordnet in einer spektakulären, neuen Innenstruktur, schafft eine rhythmische und aktive Rezeption und verwandelt den imposanten, weitläufigen Gedenkraum in einen intellektuellen Kosmos. Die Säulen, Nischen und Ruheinseln des Raumes präsentieren detailliert das materielle Erbe des Dichters, sein lyrisches Universum, eine beispiellos facettenreiche Poesie, deren wichtigste Inspiration neben der Reflexion die Erinnerung war.
Die Ausstellung ist in ihrer Art einzigartig: Sie präsentiert Sachinformationen, sensationelle Dokumente (wie den halb erhaltenen Rorschach-Test von Attila József) und unveröffentlichte Fotografien, die gleichzeitig emotional ansprechen.
Es geht um Liebe, Leid und Tod, ist aber für Menschen jeden Alters interessant. Es bietet Familien ein spielerisches und kreatives Gemeinschaftserlebnis, das Kindern hilft, das Leben und die Poesie des tragischen Dichters zu verstehen.